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Geschichte
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1872
- 1898
1899 - 1909
1914
- 1949
1952 - 1977
1978
- 1987

1910 CFe 4/4 mit B4 bei Bendlehn
1872
Erster Anlauf zu Eisenbahnbauten im Appenzeller Mittelland. An
einer Versammlung in Teufen besprach man die Möglichkeiten für eine Verbindung der
e Linie
St.Gallen-Teufen mit Fortsetzung nach Bühler-Gais einerseits und Speicher-Trogen
andererseits. Das Projekt stiess auf Ablehnung, weil Speicher und Trogen
eine kurze Fahrzeit nach St.Gallen erstreben mussten.
1889
In Trogen bildete sich ein Eisenbahnkomitee, das Ing. Kürsteiner
beauftragte, ein Projekt auszuarbeiten.
1890
Ing. Kürsteiner unterbreitete dem Komitee einen Bericht, aus dem hervorging,
dass von zwei möglichen Varianten: St.Gallen-St.Georgen-Trogen und Kronthal-Speicherschwendi-Trogen,
nur eine Dampfbahn über Speicherschwendi in Frage komme. Aus verschiedenen
Gründen trat ein Stillstand ein; das Eisenbahnkomitee löste sich
auf.
1895
Die Frage gewann erneut an Aktualität als das Projekt eines Wasserkraftwerkes
beim Kubel in Erscheinung trat. Der Aufschwung, der in den Jahren 1890/95 im
elektrischen Bahnbetrieb zu verzeichnen war, schlug seine Wellen auch in unsere
Gegend, insbesondere als in St.Gallen ein Trambetrieb eingeführt wurde.
Ein aus den Gemeinderäten von Speicher und Trogen gebildetes neues Eisenbahnkomitee
bestellte bei Ing. Kürsteiner ein neues Projekt.

1965 Transport Kasten für B4 Nr.17
ab Carrosseriewerk St.Gallen
1897
Am 14. Juni legte Ing. Kürsteiner das genaue Projekt mit Kostenberechnung
vor. Das Gutachten erklärte wieder, dass nur die Linie über Speicherschwendi
mit eigenem Trasse verwirklicht werden könne. Im selben Monat trat eine überraschende
Wendung ein, indem ein noch unbekannter Ing., Du Riche-Preller aus Zürich,
in Verbindung mit der Firma Brown-Boveri um die Konzession für eine reine
Strassenbahn über Kurzegg-Vögelinsegg ersuchte. Im Komitee, das sich
bereits für das Speicherschwendi-Projekt entschieden hatte, verursachte
dieses Gesuch allerhand Aufregung.
Am 1. August beschlossen die Gemeindeversammlungen
von Speicher und Trogen einstimmig die notwendigen Kredite für eingehende
Studien.
1898
Angesichts der schweren Wahl zwischen den beiden Projekten Kürsteiner und
Du Riche, ordnete das neue Komitee eine Oberexpertise durch Prof. Dr. A. Weilenmann
in Zürich und Ing. Hittmann in Bern an. Beide Experten sprachen sich mit
Ueberzeugung für das Projekt Du Riche aus, weil die Leute gleichsam auf
der Strasse aufgelesen werden müssten; das bedinge, dass man an den Häusern
vorbeifahren und alle 500 m eine Haltestelle haben sollte. Entscheidend fiel
bei der endgültigen Wahl ins Gewicht, dass die Linienführung über
Speicherschwendi auf 1,5 Mio und die elektrische Strassenbahn über Vögelinsegg
auf 0,8 Mio Franken veranschlagt waren.
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